Selbst zum Superstar werden: Fußball online

Der Fußball gehört nicht nur den beliebtesten Sportarten in Film und Fernsehen, auch im Netz begeistert der Sport jedes Jahr Millionen Menschen. Sie werden dabei selbst zu Stürmern, Torhütern, Trainern und Managern. Egal ob beim Marktführer FIFA 19 oder bei Segas Fußballmanager – das Runde muss stets in das Eckige. Im online Modus treten Spieler aus der ganzen Welt dabei gegeneinander an, kämpfen um Auf- und gegen Abstiege. Inzwischen unterhalten die großen Vereine wie Bayern München, Borussia Dortmund oder Schalke 04 eigene E-Sport-Abteilungen, die professionell um Ruhm und Ehre auf den digitalen Sportfeldern kämpfen.

Auch Kritik an Online-Modus von FIFA

Jedoch ist die Welt des Fußballs im Internet nicht nur rosig. Vor allem der Softwarehersteller und Publisher Electronic Arts (EA) sieht sich immer wieder Vorwürfen ausgesetzt, er betreibe Glücksspiel in seinem FIFA Spielmodus Ultimate Team. Dort können Spieler, ähnlich wie früher am Kiosk, Sammelkarten erwerben und mit etwas Glück besonders berühmte Stars erhalten. Mit diesen können sie im Anschluss eine ganz individuelle Mannschaft zusammenstellen. Da jedoch unklar ist, wie hoch die Gewinnchancen sind oder wie die Verteilung hoher Gewinne passiert, stuften zuletzt die Ordnungswächter in Holland den Modus sogar als Glücksspiel ein und verboten ihn. Die Argumentation: Man könne dann gleich ins online Casino wie bei Wunderino bonusgeld gehen, der Unterschied sei gering.

Da jedoch FIFA auch schon junge Konsumenten, teilweise unter 16 Jahren, erreicht, ist die Gefahr des propagierten Glücksspiels besonders groß. Auch in Deutschland wird seit längerem eine Diskussion um sogenannte Lootboxen geführt, also kleinen Paketen in Spielen, die nur mit Echtgeld erschlossen werden können. Sie bieten Spielern mit etwas Glück spielerische oder optische Vorteile gegenüber ihrer Konkurrenz. Oft jedoch erhalten Spieler nur wertlose Objekte, die in keinem Gegenwert zum eingesetzten Geld stehen. Da zugleich Lootboxen immer aggressiver beworben werden, entsteht eine gefährliche Situation, die auch den Jugendschutz und Suchtforscher auf den Plan ruft.